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Willkommen beim INSTITUT FÜR MARKT- UND MEDIENFORSCHUNG BERLIN GmbH

Kurzer methodischer Exkurs

Bei jeder Studie stellt sich die Frage nach der unter Abwägung aller Vor- und Nachteile angemessenen Untersuchungsmethodik.
Grundsätzlich bieten sich hierfür

mündlich-persönliche (face-to-face in-home)
computergestützte telefonische (CATI) oder auch
schriftliche Befragungen an.

Online-Befragungen sind derzeit aufgrund der noch begrenzten Zahl von Internet-Zugängen unrealistisch, Passantenbefragungen sind im Regelfall nicht ausreichend repräsentativ.

Für die Wahl der konkreten Befragungsmethodik sind vor allem folgende Kriterien ausschlaggebend:

Mündlich persönliche InterviewsCATI-InterviewsSchriftliche Befragungen
Für die Untersuchung zur Verfügung stehender ZeitrahmenJe nach Stich- probenumfang und Zielgruppe mindestens 1,5 bis 2 WochenJe nach Stich- probenumfang und Zielgruppe erste Ergebnisse schon nach wenigen TagenJe nach Stich- probenumfang und Zielgruppe mindestens 5 bis 6 Wochen
Umfang des FragebogensBis zu ca. 1 Stunde InterviewdauerBis zu ca: 30 min. InterviewdauerBis zu ca. 3 Stunden Interviewdauer
Ausschöpfung aus der unbereinigten RohstichprobeCa. 50-60% (in Einzelfällen bis zu 90%)Ca. 30% (vor allem aufgrund häufig fehlender Telefonnummern), u.U. bis zu 70%Ca. 50%
Repräsen- tativität- sehr hoch, auch wenn die ei­gentliche Zielgruppe nur einen geringen Anteil an der Grundgesamtheit hat- sehr hoch, auch wenn die eigentliche Zielgruppe nur einen geringen Anteil an der Grundgesamtheit hat- sehr hoch
- u.U. Einschränkungen durch Autoselektion, insbesondere bei Ermittlung von und Beschränkung auf bestimmte Zielgruppen (z.B. PKW-Besitzer, ÖPNV-Nutzer, Erwerbstätige)
Erreichbarkeit mobiler ZielgruppenSchwierige Erreichbarkeit sehr mobiler PersonenSchwierige Erreichbarkeit sehr mobiler PersonenGute Erreichbarkeit auch von sehr mobilen Personen
Interviewer- effekteVorhanden, Tendenz zu "sozial erwünschten" AntwortenEingeschränkt vorhanden, geringere Tendenz zu "sozial erwünschten" Antwortenkeine Interviewer- effekte
Interview- situationDurch den Interviewer kontrollier- und beeinflussbarDurch den Interviewer nur sehr eingeschränkt kontrollier- bzw. beeinflussbarNicht kontrollier- oder beeinflussbar
Akzeptanz der Methode beim Befragten- einerseits Vorbehalte gegen Betreten der Wohnung
- andererseits hohe Akzeptanz des persönlichen Gesprächs
- Möglichkeiten der Rücksichtnahme auf Zeitplanung
des Befragten eingeschränkt
- Kompromiss zwischen Persönlichkeit des Gesprächs und Distanz zum Gesprächspartner
- Möglichkeiten der Rücksichtnahme auf Zeitplanung
des Befragten eingeschränkt
- hohe Akzeptanz beim Befragten
- individuelle Zeiteinteilung für Beantwortung der Fragen möglich
Kostenaufwand pro Interview- eher hoch- eher gering- eher hoch

Selbstverständlich kann diese Darstellung nur einen groben Anhaltspunkt für die Wahl der geeigneten Befragungsmethodik geben.

Grundsätzlich kann man sagen:

Bei telefonischen Befragungen sind die Ergebnisse sehr viel schneller verfügbar, dafür ist der Befragungsumfang eingeschränkt. Unter Kostenaspekten die günstigste Variante. Aufgrund der Computerunterstützung sind komplexe Filterführungen oder Bedingungskonstruktionen während der Befragung möglich.
Schriftliche Befragungen dauern zwar länger und sind auch teurer, dafür ist der Befragungsumfang fast nicht beschränkt. Besonders geeignet für Befragungen, die sich auf den gesamten Haushalt beziehen. Insbesondere bei sehr komplexen Themen oder einer großen Themenvielfalt bietet sich diese Methode an. Gleichzeitig können vom Befragten Bildvorlagen getestet werden, die visuelle Unterstützung der Fragestellungen ist sehr hilfreich. Für gute Ergeb­nisse kommt es sehr stark auf die Erfahrung des beauftragten Institutes (Aufbau und Layout des Fragebogens, Art und Zeitpunkt von Nachfaßaktionen, Art und Umfang von Incentives usw.) an.
Persönlich-mündliche Befragungen bieten insgesamt die höchste Repräsentativität. Sie sind unumgänglich, wenn mit Bildvorlagen gearbeitet werden muss, die erst zu einem bestimmten Interviewzeitpunkt vorgelegt werden dürfen (z.B. zuerst ungestützte und unbeeinflusste Abfrage bestimmter Gestaltungsvarianten im Sanitärbereich , später dann die gestützte Beurteilung ver­schiedener Konzepte). Eine visuelle Unterstützung der Fragestellungen ist durchgängig möglich.

Die Ergebnisse beim Einsatz unterschiedlicher Befragungsmethoden sind oft nur eingeschränkt vergleichbar. Zwar ist die Richtung und Ausprägung der Antworten überwiegend identisch, das Niveau der Antworten allerdings oft unterschiedlich. Am ehesten sind nach unseren Erfahrungen die Ergebnisse telefonischer und schriftlicher Befragungen unmittelbar vergleichbar.


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